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Dieser Artikel enthält massive Spoiler!

Anno Rath ist der ältere Bruder von Gereon. Er war stets das Lieblingskind der Familie und besonders sein Vater war enttäuscht, nachdem der "falsche" Sohn aus dem Krieg zurückkehrte. Die Mutter ist offenbar aus Kummer über den Verlust ihres Sohnes gestorben.

In der Serie taucht von Anfang an ein Dr. Schmidt auf, welcher als Therapeut arbeitet und für die therapeutische Behandlung von traumatisierten Soldaten wirbt. Im Rahmen seiner Therapiemethoden am Institut für suggestive Therapie in Berlin-Adlershof wendet er zur Diagnose u.a. den Rorschachtest an. Welche Rolle dieser Dr. Schmidt genau spielt und welchen Bezug er zu Gereon hat, bleibt anfangs unklar und verworren und wird erst im Laufe der Serie deutlicher.

Zur Person[]

Annos Beweggründe und seine Person werden angedeutet. Trotzdem bleibt erheblicher Raum für Spekulationen, welche Ziele Anno verfolgt und wer er ist.

Anno kümmert sich um seinen Bruder und es ist gut möglich, dass er ehrliches Interesse hat ihm zu helfen. Gereon hat ein Kriegstrauma und ist ein Kriegszitterer. Anno therapiert ihn, damit er das "Flattern" in den Griff bekommt und von den Drogen runter kommt. Dafür lässt er sich auch auf Kriminelle der Berliner Unterwelt ein und unterstützt sie mit seinen Mitteln. Moralisch akzeptabel ist für Anno damit wohl vor allem das, was ihm einen persönlichen Vorteil bringt, sei es, dass er dadurch seinem Bruder helfen kann.

Anno scheint durch seine Kontakte in der Berliner Ober- und Unterwelt sehr viel zu Wissen. Zudem ist er ein sehr guter Beobachter und kennt seine Patienten sehr genau.

Andererseits bleiben Hinweise darauf bestehen, dass Anno gar nicht Gereons Bruder ist. So behauptet er selbst mehrmals, Anno sei auf dem Schlachtfeld gestorben und er sei Dr. Schmidt. Möglicherweise ist damit aber auch gemeint, dass Anno sich selbst durch den Krieg stark verändert hat und sich als jemand anders betrachtet, der nicht mehr zu seiner Familie nach Köln oder zu Helga zurückkehren kann. Über Annos Geschichte seit dem Krieg ist bisher nichts bekannt.

Vorgeschichte[]

In Erinnerungsflashbacks von Gereon wird angedeutet, dass Helga und Gereon ein Liebespaar waren, bevor Helga von Anno schwanger wurde und ihn heiratete. Dann folgt Gereon seinem Bruder an die Front nach. Viele Jahre waren alle im Glauben, Anno sei an der Front gefallen. Da seine Leiche nie gefunden wurde, blieb er allerdings offiziell als vermisst gemeldet.

Erst später offenbaren sich die wahren Umstände von Annos und Gereons Kriegseinsatz: Die Kompanie der beiden steht in Belgien unter feindlichem Beschuss, als Anno im Feld verletzt, und unter Kameraden begraben wird. Ihre Kompanie kündigt ihren Rückzug an, doch Gereon sieht, dass Anno zurückbleibt. Er hört ihn rufen. Aus Feigheit flieht er und lässt seinen Bruder zurück. Jahrelang hatte Gereon sich selbst eingeredet, dass er Anno zwar in den rettenden Schützengraben gerettet habe, dann aber von belgischen Soldaten von ihm getrennt und in Gefangenschaft geraten sei. Dies hatte ihn seine eigene Feigheit vergessen lassen, hatte aber auch sein Trauma vergrößert. Es ist wohl wahrscheinlich, dass zumindest der Teil mit der Gefangenschaft tatsächlich stimmt.

Als Dr. Schmidt hat er viele Patienten die an Kriegstraumata leiden behandelt, insbesondere Kriegszitterer (im Jargon "Flattermänner"), darunter den Armenier und Franz Krajewski.

Staffel 1[]

Dr. Schmidt arbeitet im Institut für suggestive Therapie in Berlin-Adlershof, in dem viele Patienten mit Kriegstraumata behandelt werden. Bei einem Vortrag über seine Praktiken, wird er von den meisten Kollegen verhöhnt. Die sogenannten "Flattermänner" wurden in der Gesellschaft der Weimarer Republik ausgegrenzt und verachtet, teilweise sogar für den Verlust des Krieges verantwortlich gemacht. Dr. Schmidt will die Patienten im ersten Schritt sedieren, von den Drogen absetzen, die sie in der Regel nehmen, und dann schrittweise zur Ursprung ihrer Angst zurückführen, um ihr Trauma zu lösen. Dazu wendet er Medikamente, Tests, Hypnose, Gruppen- und Gesprächstherapie an.

Zeitgleich erfahren wir, dass Gereon Kriegszitterer ist und deshalb Morphin nimmt. Dieses kauft er in der Severin-Apotheke bei Herr Döhmann. Der Heilige Josef, ein Handlanger des Armeniers, erpresst Döhmann, der Gereons Medizin austauschen soll. Wiederstrebend und angsterfüllt kommt Döhmann der Drohung nach. Rückwirkend kann man davon ausgehen, dass Dr. Schmidt der Drahtzieher dieser Aktion ist und so der erste Schritt von Gereons Therapie eingeführt wird.

Gereon hat tatsächlich in der Folge weniger starke Zitteranfälle.

Staffel 2[]

Dr. Schmidt lässt, über den Armenier, Gereon die Information zukommen, sich einen bestimmten Radiobeitrag anzuhören. In diesem Beitrag stellt Dr. Schmidt die suggestive Therapie vor.

Auch in der 2. Staffel werden die Zuschauer mit Gereons Erinnerungsflashbacks konfrontiert. Es scheint, als sei Gereon in psychiatrischer Therapie, der sogenannten suggestiven Therapie, um sein Kriegstrauma zu verarbeiten und so die Zitteranfälle loszuwerden. Unter Hypnose berichtet er dabei von seinen Erinnerungen an der Front, als sein Bruder lebensgefährlich verletzt wurde. Demnach versuchte Gereon unter Lebensgefahr seinen schwer verletzten Bruder vom Schlachtfeld zu retten. Kurz darauf wurden die beiden allerdings getrennt, Gereon geriet in französische Kriegsgefangenschaft, sein Bruder Anno galt seitdem als vermisst.

Der Therapeut lässt, wiederum über die Kontakte des Armeniers, Gereon neue Medikamente zukommen. Diese intravenös zu verabreichenden Medikamente haben neben der das Zittern unterdrückenden auch die Wirkung, dass Gereon direkt nach dem Spritzen für ca. 1 Stunde in tiefen Schlaf fällt.

Aus weiteren Erinnerungsflashbacks geht hervor, dass Dr. Schmidt immer tiefer in Gereons Psyche eindringt. Als schließlich Gereon zugibt, in Wirklichkeit nie versucht zu haben, seinen Bruder zu retten, sondern vom Schlachtfeld geflohen ist, offenbart sich der vernarbte Therapeut: Er ist Anno Rath.

Staffel 3[]

Charlotte verschafft Gereon und Oberkommissar Böhm Zugang zu einem geheimen Treffen, auf dem Tristan Rot versucht, mit seiner verstorbenen Frau Betty Winter Kontakt aufzunehmen. Es stellt sich heraus, dass die Zeremonie vom Doktor geleitet wird. Als Böhm das Treffen auflösen will, ergreift der Doktor die Flucht. Gereon nimmt die Verfolgung auf und spricht ihn mit "Anno" an, woraufhin der erwidert, dass er "Dr. Schmidt" sei.

Zudem führt er mithilfe eines Mediums ein Ritual der "Kriminaltelepathie" in der Roten Burg durch, als die Ermittler um Gennat nicht weiterkommen im Mordfall Betty Winter.

Dr. Schmidt hilft Edgar dabei dessen Freund Walter Weintraub mithilfe von Elektroschocks aus dem Koma aufzuwecken.

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