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Kriminalpolizeirat Ernst Gennat ist in der Serie der Leiter der Zentralen Mordinspektion der Inspektion A im Polizeipräsidium Alexanderplatz, der Roten Burg.


Gennat lässt 15 Leichen von erschossenen russischen Aktivisten der trotzkistischen ZelleRote Festung“ in einem Kiefernwald bei Berlin exhumieren

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Gennat: „Dem Augenschein nach wurden die 13 Männer und 2 Frauen mit Maschinengewehren liquidiert, zuzüglich Genickschuss. In ein paar Stunden hören wir von der Ballistik. Aber - außer den Russen benutzen nur die Schweden so großkalibrige Waffen - zum Elche schießen!“

Reale Person[]

Ernst August Ferdinand Gennat (* 1. Januar 1880 in Plötzensee; † 21. August 1939 in Berlin) war eine Koryphäe der Berliner Kriminalpolizei. Gennat erkannte in den 20er-Jahren als einer der ersten Kriminalisten die Wichtigkeit einer genauen Spurensicherung am Tatort. Vor seiner Zeit war es bei der Berliner Polizei keineswegs ungewöhnlich, dass die zuerst am Tatort eintreffenden Schutzpolizisten erst einmal „Ordnung schafften“ oder eine Leiche pietätvoll hinbetteten. Gennat revolutionierte die Arbeit der Berliner Kripo, indem er moderne Methoden bei der Spurensicherung einführte. Er legte genaue Richtlinien für das Vorgehen am Tatort fest, etwa dass vor dem Eintreffen der Ermittler Beweismittel nichts angefasst werden durften. In der Serie wird darauf eingegangen und wiederholt die "Methode-Gennat" als Arbeitsmethode angeführt.

Ernst Gennat gründete 1926 die «Zentralkartei für Mordsachen», die weltweit erste Spezialregistratur (Datenbank) zur detaillierten Archivierung von Mord- und Totschlag-Delikten.

Gennat betrieb Profiling, lange bevor der Begriff erfunden war, und er prägte den Begriff „Serienmörder“.

Um am Tatort eine effiziente Ermittlungsarbeit zu ermöglichen, ließ Gennat nach eigenen Plänen ein Kriminallabor auf vier Rädern anfertigen, umgangssprachlich «Mordauto» genannt, einen mit Büro- und Kriminaltechnik ausgestatteten Pkw. Um die Stabilität des Fahrzeugs nicht durch Gennats Leibesfülle zu beeinträchtigen - er wog geschätzte 120 kg - hatte man an seinem angestammten Platz (hinter dem Fahrer) eine Stahlverstrebung ins Chassis geschweisst.

Als Leiter der Mordinspektion avancierte Gennat während der Weimarer Republik in Berlin zu einer Art Medienstar, sein Name wurde in den Gesellschaftsspalten der Boulevardpresse in einem Atemzug mit der Prominenz genannt. Die Berliner Kriminalpolizei bekam auch oft prominenten Besuch, der sich besonders für die Mordinspektion interessierte. So zählten Anfang der 1930er Jahre unter anderem Heinrich Mann, Charlie Chaplin und Edgar Wallace zu ihren Besuchern. Sogar von "Scotland Yard" aus England reisten Kollegen an, um von Gennat zu lernen.

Hinter seinem Rücken wurde Gennat von seinen Kollegen freundlich oder hämisch „Der Buddha“ oder „Der volle Ernst“ genannt, diese Spitznamen spielten auf seine imposante Körperfülle an.

Staffel 2[]

Er führt die Exhumierung von 15 russischen Toten durch. Es handelt sich um die Angehörigen der Roten Festung, die in der Druckerei erschossen worden waren. Dabei trifft er das erste Mal auf Gereon, dem er zur Aufklärung der Morde ein Sonderermittlungskommando anvertraut. So kommt es, dass Gereon von der Sitte in die Abteilung Mord wechselt.

Staffel 3[]

Gereon ist mittlerweile reguläres Mitglied der Berliner Mordkommission. Gennat schätzt Rath und auch dessen Kriminalratassistentin Charlotte Ritter. Nach deren Prüfung zur Kommissarin rügt er seinen Ballistiker Leopold Ullrich, Genauigkeit hieße nicht Kleinlichkeit.

Bei Ermittlungen um das Phantom von Babelsberg führt Gennat Raths Ermittlungen mit denen von Kommissar Böhm zusammen, was Gereon überhaupt nicht gefällt. Auch greift er nicht ein, wenn seine Mitarbeiter Charlotte schlechter behandeln, weil sie eine Frau ist.

Gereon und Gräf können Gennat gemeinsam vor Ullrich retten.

Mehr Infos[]

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