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Das Polizeihauptquartier in Berlin-Mitte am Alexanderplatz ist das Operationszentrum der ermittelnden Polizisten und wird umgangsprachlich „Rote Burg“ oder „Zwingburg“ genannt.

Es ist nicht zu verwechseln mit der Roten Festung, einer politischen Gruppe (siehe: Rote Festung).

Aufnahme von ca. 1933

Bereits 1885 plante die Reichshauptstadt das Polizeipräsidium Alexanderplatz als deutsches Pendant zu „Scotland Yard“. In dem Komplex zwischen Alexanderstraße und Dircksenstraße residiert der Polizeipräsident von Berlin, hier befinden sich sämtliche kommunalen Polizeistrukturen, zudem die preußische Zensurbehörde und das städtische Zuchthaus. Im Präsidium befindet sich auch das Hauptquartier der uniformierten Schutzpolizei. Außerdem residiert hier die Kriminalpolizei mit der berühmten Mordinspektion unter Leitung von Ernst Gennat, genannt „der Buddha der Kriminalisten“. Im Präsidium befindet sich ein Schaukasten, der Fotos von nicht identifizierten Leichen zeigt.

In der „Roten Burg“ gibt es auch Publikumsverkehr, hier befindet sich das Einwohnermeldeamt, das Informationen über alle Einwohner Berlins sammelt, über deren Familienstand ebenso wie über eventuelle Eintragungen in das Strafregister. Im Polizeipräsidium befindet sich eine Pass-Stelle für In- und Ausländer. Hier ist das zentrale Fundbüro untergebracht, in dem Fundsachen aus ganz Berlin zusammengetragen werden. Und hier befindet sich die Wohlfahrtsstelle, die hilfsbedürftige Jugendliche an Schutzorganisationen oder Heime vermittelt.

Angestellte Polizisten[]

Abteilung A-Mord und schwere Körperverletzung:

Abteilung C-Sittendezernat:

Historie:[]

Im November 1918 werden im Berliner Polizeipräsidium unter Befehl von Polizeidirektor Eugen Henninger, Vorsteher der Exekutive in der Abt. VII (Politische Polizei), die politischen Akten der Kaiserzeit, darunter aller sozialistischen Parteiführer, verbrannt.

Am 4. Januar 1919 verfügte die preußische Regierung die Entlassung des Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn (USPD), da dieser die Politik der Spartakisten begünstige. Daraufhin erfolgen Massendemonstrationen von Arbeitern, es wird die Rücknahme der Entlassung Eichhorns gefordert. Nach der Besetzung von Verlagshäusern entwickelt sich der Aufruhr zum »Januaraufstand«, und am 7. Januar 1919 besetzen Aufständische das Polizeipräsidium am Alexanderplatz. Am 12. Januar 1919 schießen Regierungstruppen nachts um 1:15 Uhr mit Brandzündgranaten und Feldgranaten das Berliner Polizeipräsidium sturmreif, Nahkampftrupps dringen über U-Bahnschächte gedeckt ein und erobern das Haus zurück.

Historisches Foto (nach 1934)

Polizeipräsidium um 1900

Die „Rote Burg“ am Alex (CGI-Video)

Coloriertes Foto (nach 1934)

Luftaufnahme (nach 1934)

Das Polizeipräsidium am Alexanderplatz (Filmausschnitt vom Jahr 1931)

Goof: Das Alexanderhaus (Baustellenfoto vom 01.01.1932) und das Berolinahaus existierten 1929 noch nicht (Anachronismus)

Der Alexanderplatz am 04. September 1930, zum Vergleich die Luftbildkarte von 1928: https://1928.tagesspiegel.de/#40g36uh

Staffel 1[]

Bruno ist hier mit Gereon in der Sittenabteilung beschäftigt. Charlotte sucht hier händeringend nach einer Aushilfsstelle und kategorisiert schließlich in der Mord. Jänicke arbeitet hier als Brunos Asisstent.

Staffel 2[]

Staffel 3[]

Im Polizeipräsidium kommt es zur Tötung eines Mitarbeiters des Erkennungsdienstes (ED) und zur Geiselnahme von Ernst Gennat durch den ED-Mitarbeiter Leopold Ulrich.

Mehr Infos[]

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